Branchen-News

29.09.2022

Ölpreise mit deutlichen Aufschlägen - Heizölpreise ziehen an! 

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern nach einem schwachen Start deutlich verteuert und sind auf...

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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern nach einem schwachen Start deutlich verteuert und sind auf Tageshoch aus dem Handel gegangen. Heute Morgen zeigen sich die Futures bislang stabil, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande mit weiteren Aufschlägen in den Tag starten werden.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 88,90 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 81,80 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar einen Teil der jüngsten Verluste wieder wettmachen und wird heute Morgen zu Kursen um 96,80 Dollar-Cent gehandelt.

Der Anstieg der Rohölpreise war gestern zunächst auf eine technische Reaktion auf die starken Verluste der Vortage zurückzuführen, auch wenn es sicherlich auch weiterhin durchaus auch fundamentale Gründe gibt, die für einen Anstieg der Ölpreise sprechen. Vor allem die Energiekrise in Europa wurde durch den Anschlag auf die Nordstream-Pipelines wieder stärker in den Fokus der Anleger gerückt, aber auch die mögliche Förderkürzung durch die OPEC+ und die nach wie vor knappe Versorgungslage, vor allem bei den Endprodukten sind hier zu nennen.
Auf der anderen Seite lassen die Sorgen um die Entwicklung der globalen Konjunktur weiterhin kaum Spielraum für einen stärkeren Preisanstieg.
Neue Impulse erwarteten sich die Markteilnehmer gestern von den US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE), nachdem die API-Zahlen vom Vortag relativ neutral ausgefallen waren. Hier gab es dann eine dicke Überraschung, denn über alle Produktbereiche wurden teils deutliche Rückgänge vermeldet, sodass unterm Strich im Vergleich zur Vorwoche ein Abbau von knapp neun Millionen Barrel zu Buche standen. Zudem zog die Gesamtnachfrage kräftig von 18,9 auf 20,8 Millionen Barrel pro Tag an. Und als ob es damit noch nicht genug wäre, ging gleichzeitig die US-Ölförderung um knapp 100.000 Fass pro Tag zurück.
In Reaktion auf die also durchweg bullish zu wertenden Zahlen, zogen die Öl-Futures weiter an und bis Handelsschluss summierten sich die Aufschläge je nach Sorte und Produkt auf 5 bis 7 Prozent.

Am Devisenmarkt konnte der Euro gestern von der guten Stimmung an den US-Aktienmärkten profitieren und im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar deutlich zulegen. Mit einer Rolle dürften dabei in Reaktion auf die herben Verluste der Vortage sicherlich auch technische Faktoren gespielt haben. Auch die überraschende Entscheidung der Bank of England, die Geldpolitik vorübergehend wieder zu lockern, brachte Bewegung in den Markt. Ingesamt bleiben die Rahmenbedingungen für unsere Gemeinschaftswährung aber schlecht.

Trotz der Währungsgewinne werden die Heizölpreise hierzulande mit deutlichen Aufschlägen in den heutigen Handelstag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von zwei bis drei Cent pro Liter erwarten. Zudem bleibt es bei einer nach wie vor extrem starken Inlandsnachfrage, sodass auch die Lieferzeiten auf einem sehr hohen Niveau bleiben. Wer mit seinem Heizöl-Vorrat nicht über den Winter kommt, sollte daher unbedingt rechtzeitig bestellen.

 



28.09.2022

Schwache Ölpreise und fallender Euro - Heizölpreise wenig verändert 

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern zwar zeitweise etwas zulegen können, geraten jedoch heute morgen schon...

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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern zwar zeitweise etwas zulegen können, geraten jedoch heute morgen schon wieder leicht unter Druck. Da sich der Euro weiter im freien Fall befindet, kommt dies aber kaum bei den Heizöl-Notierungen hierzulande an.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 85 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 77,40 Dollar. Der Euro bleibt im Vergleich zum US-Dollar massiv unter Druck und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 95,50 Dollar-Cent gehandelt.

Die Sorge vor einer globalen Rezession hält die Rohölpreise weiter in Schach. Diese sind mittlerweile auf das niedrigste Niveau seit Mitte Januar diesen Jahres zurückgefallen.
Es gibt aber auch durchaus neue Themen, die gegen einen weiteren Rückgang bzw. eher für einen Anstieg der Ölpreise sprechen würden. Vor allem die mutmaßlichen Anschläge auf die Nordstream Pipelines werfen neue Ängste bezüglich der Energieversorgung Europas auf. Ein weiterer Aspekt sind die wohl als sicher geltenden Förderkürzungen durch die OPEC+ Staaten. Das Produzentenbündnis trifft sich in der nächsten Woche um hier einen entsprechenden Beschluss herbeizuführen. Im Vorfeld hat Russland als wichtigstes Nicht-OPEC-Mitglied eine Drosselung um eine Million Barrel pro Tag gefordert. 
Zudem gibt es Streiks im französischen Energiesektor, sowie Abschaltungen in der Öl- und Gasförderung an der Südostküste der USA. Diese sind bedingt durch Hurrikan Ian, der zwischenzeitlich die Kategorie 4 erreicht hat.
Eher leicht preisdrückend fielen die gestern Abend nach Börsenschluss vermeldeten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) aus. Bei Rohöl und bei den Destillaten gab es unerwartete Aufbauten, bei Benzin hingegen einen Rückgang, was von den Marktteilnehmern um diese Jahreszeit aber nicht so stark gewichtet wird. 
Entsprechend starten die Futures im Vorfeld der heute am Nachmittag erwarteten DOE-Zahlen heute Morgen leicht im Minus.

Am Devisenmarkt spricht derzeit weiterhin alles gegen den Euro, der im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar immer weiter an Wert verliert. Die allgemein unsichere politische Lage, die restriktive Geldpolitik der US-Notenbank, die Energiekrise in Europa und die damit verbundenen schlechten Wirtschaftsaussichten setzen unserer Gemeinschaftswährung weiter zu. Gestern verhalfen dann noch insgesamt recht positive US-Konjunkturdaten dem Dollar zu weiteren Gewinnen.

Die Währungsverluste der letzten Tage und Wochen sind ein Faktor, warum sich die Heizölpreise nicht im Gleichschritt mit den Rohölpreisen nach unten bewegt haben. Andere Gründe sind natürlich die in letzter Zeit einzupreisende CO2-Abgabe und die weiterhin extrem hohe Nachfrage, die die Versorgungskette an ihre Kapazitätsgrenzen gebracht hat. Die aktuellen Lieferzeiten liegen je nach Region zwischen drei und 16 Wochen. Heute werden die Notierungen aller Voraussicht nach mit wenig Veränderung in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht weitere leichte Abschläge in einer Größenordnung von bis zu einem Cent pro Liter erwarten.

 



27.09.2022

Ölpreise auf niedrigstem Niveau seit Januar - Heizölpreise tendieren ebenfalls abwärts! 

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern zum Wochenstart, nach anfänglichen Gewinnen, weitere Verluste...

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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern zum Wochenstart, nach anfänglichen Gewinnen, weitere Verluste hinnehmen müssen und stehen mittlerweile auf dem tiefsten Stand seit Mitte Januar, zumindest was die Rohölpreise anbetrifft. Bei den Produkten sieht es leider nicht ganz so gut aus, sodass es unter anderem bei den Heizöl-Notierungen immer noch gewaltiges Abwärtspotenzial gibt.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 84,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 77,40 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 96,50 Dollar-Cent gehandelt.

Zum Start in die neue Handelswoche gab es gestern einen recht ruhigen Handel mit wenig neuen Markt beeinflussenden Meldungen.
Ein Thema, das aber seit Wochen rege diskutiert wird, ist ein von den USA initiierter und von den G7-Staaten angestrebter Preisdeckel auf russisches Öl. Diese Maßnahme ist aber sehr umstritten, da befürchtet wird, dass der Schuss nach hinten losgehen und die Ölpreise dadurch weiter steigen könnten. Hauptproblem dabei ist, dass sich China und Indien hieran wohl nicht beteiligen werden. Auf der anderen Seite könnten diese Länder die Situation für sich nutzen und eine bessere Verhandlungsposition gegenüber Russland haben. Angestrebt wird, die Preisobergrenze auf russisches Öl mit dem nächsten Schritt der EU-Sanktionen zum 5. Dezember umzusetzen. 
Auch das Treffen der OPEC+ rückt langsam wieder in den Fokus der Marktteilnehmer, wenngleich dieses wohl weniger Einfluss auf die Preisfindung haben wird. Zwar könnte am 5. Oktober durchaus eine weitere Förderkürzung vereinbart werden, bei einer Unterlieferung der bisherigen Quoten von in Summe gut drei Millionen Barrel pro Tag, dürfte eine solche derzeit aber nur symbolische Wirkung haben.
Ansonsten bleibt die Sorge vor einer globalen Rezession das bestimmende Thema an den internationalen Warenterminmärkten. Stark steigende Zinsen, gestörte Lieferketten und hohe Energiepreise sorgen dafür, dass die Börsianer nicht gerade mit Optimismus in die Zukunft blicken und dabei natürlich auch einen zurückgehenden globalen Ölverbrauch sehen.

Am Devisenmarkt hat des der Euro in diesen Tagen schwer. Die Energiekrise und schlechte Wirtschaftsdaten in Europa, die stark steigenden Zinsen in den USA und der Ausgang der Wahlen in Italien sorgen dafür, dass unsere Gemeinschaftswährung im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar weiter auf dem niedrigsten Stand seit mehr als 20 Jahren verharrt.

Insgesamt gibt es aber heute recht stabile Vorgaben für den österreichischen Inlandsmarkt, sodass die Heizölpreise wenig verändert bis weiter leicht nachgebend in den heutigen Handelstag starten werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht bestenfalls ein Minus in einer Größenordnung von bis zu einem Cent pro Liter erwarten. Wie eingangs bereits erwähnt, haben die Notierungen angesichts der mittlerweile stark gefallenen Rohölpreise eigentlich noch gewaltiges Abwärtspotenzial. Wann dieses aber geschöpft werden kann, ist derzeit angesichts der nach wie vor angespannten Versorgungslage bei den Endprodukten schwer abschätzbar. An der CO2-Steuer sollte es nicht mehr liegen, denn diese ist mittlerweile vollständig im Preis enthalten.

 



26.09.2022

Ölpreise unter Druck, Euro schwach - Heizölpreise mit wenig Bewegung 

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag im Laufe des Tages kräftige Verluste hinnehmen müssen und starten...

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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag im Laufe des Tages kräftige Verluste hinnehmen müssen und starten auch heute morgen schwach in die neue Handelswoche. Da der Euro gleichzeitig aber ebenfalls deutlich nachgegeben hat, werden die Heizöl-Notierungen nur wenig verändert bis leicht höher in den Tag gehen.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei nur noch knapp 85 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 77,50 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar deutlich zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 96,40 Dollar-Cent gehandelt.

Bereits mit der Veröffentlichung schwacher Konjunkturdaten aus der EU gerieten die Rohölpreise am Freitagvormittag unter Duck. Die Einkaufsmanagerindizes aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor fielen per September mit 48,5 bzw. 48,9 Punkten schlechter aus als erwartet und signalisierten den Börsianern eine schrumpfende Wirtschaftsentwicklung.
Zwar fielen die am Nachmittag veröffentlichten Vergleichszahlen aus den USA wesentlich besser aus, trotzdem ging es mit den Futures weiter nach unten, da der starke US-Dollar das Öl für Käufer ausserhalb des Dollarraums verteuert.
Die zuletzt deutlich gefallenen Ölpreise werden sicherlich das Hauptthema des in der nächsten Woche stattfindenden Treffens der OPEC+ Staaten sein, die diese Entwicklung mit Sorge betrachten und bereits Anfang September mit einer Förderkürzung von 0,1 Millionen Barrel pro Tag einen Richtungswechsel signalisiert haben. Die Frage ist hier aber sicherlich, in wieweit die offizielle Quote noch eine Marktwirkung hat, wenn die tatsächliche Fördermenge derzeit gut drei Millionen Barrel darunter liegt. 
Auch die US-Ölförderung scheint mittlerweile ihren Höhepunkt überschritten zu haben. Die Fördermenge liegt hier seit Wochen mehr oder weniger konstant bei gut 12 Millionen Barrel pro Tag, die Zahl der aktiven US-Bohranlagen pendelte seit Mitte des Jahres um den Wert 600. In der vergangenen Woche gab es nach den neuesten Zahlen des Öldienstleisters Baker Hughes hier einen leichten Zuwachs von 3 auf nun 602 Einheiten.

Am Devisenmarkt ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar auf den niedrigsten Stand seit mehr als 20 Jahren zurückgefallen und ein neues Allzeittief ist wohl nicht mehr auszuschließen. Die auch aufgrund der Energiekrise sich schwach entwickelnde Konjunktur in Europa, die zudem stärkere Verflechtung mit den Kriegsparteien, sowie die stärker und schneller steigenden US-Zinsen lasten auf unserer Gemeinschaftswährung. Zudem könnte Italien zu einem EU-Wackelkandiaten werden, sollte es hier zu einer neuen Rechtsregierung um die Wahlsiegerin Georgia Meloni kommen.

Gemischte Vorgaben für die Heizölpreise hierzulande, die in Folge nur wenig verändert in die neue Handelswoche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht im Schnitt leichte Aufschläge in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter erwarten. Die Tatsache, dass die Nachfrage zuletzt deutlich zurückgegangen ist, dürfte sich in nächster Zeit aber durchaus positiv auf die Notierungen auswirkten. Denn trotz des starken Verfalles unserer Währung, ist das Preisniveau angesichts der schwachen Entwicklung der Rohölpreise immer noch deutlich zu hoch.

 



23.09.2022

Ölpreise pendeln sich ein - Heizölpreise bleiben weitgehend stabil 

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern den zuletzt eingeschlagenen Seitwärtstrend fortgeführt und sind wenig...

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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern den zuletzt eingeschlagenen Seitwärtstrend fortgeführt und sind wenig verändert aus dem Handel gegangen. In Folge zeigen sich auch die Heizöl-Notierungen hierzulande zum Start in den letzten Handelstag der Woche nur wenig bewegt.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 90,10 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 83,30 Dollar. Auch der Euro zeigt sich im Vergleich zum US-Dollar kaum verändert und wird heute Morgen zu Kursen um 98,40 Dollar-Cent gehandelt.

Eine globale Rezession scheint angesichts der rasant steigenden Zinsen und der nach wie vor gestörten Lieferketten unvermeidbar zu sein und so gibt es am Ölmarkt derzeit kaum größeres Potenzial nach oben.
Dies, obwohl die Angebotslage nach wie vor angespannt ist. Gerade wir Europäer müssen aufgrund der Russland-Sanktionen neue Versorgungswege finden, die die vorhandenen Kapazitäten stark belasten. Außerdem bleibt die OPEC+ weiterhin deutlich hinter den eigenen Förderzielen zurück, sodass die Ölbestände global weiterhin auf einem recht niedrigen Niveau bleiben.
Dies gilt auch für die USA.  Wenngleich die Vorräte hier zuletzt etwas angestiegen sind, liegen vor allem die Destillat-Bestände in der langfristigen Betrachtung am unteren Ende der Bandbreite.
Ein weiterer bullisher, also preistreibender Faktor ist sicherlich auch die Tatsache, dass die Atomverhandlungen mit dem Iran wohl erneut gescheitert sind und es aus heutiger Sicht eher unwahrscheinlich ist, dass diese wieder aufgenommen werden. Die vom Markt erhofften zusätzlichen Mengen aus dem persischen Golf werden somit bis auf Weiteres nicht zur Verfügung stehen.
Fraglich ist, wie sich die seit längerem schon diskutierte Preisobergrenze für russisches Öl auf die Märkte auswirken wird. Die Teilmobilmachung russischer Streitkräfte könnte das Thema bald zur Umsetzung bringen. Ob dies den gewünschten Erfolg bringen wird, ist angesichts der Aussicht, dass sich China und Indien nicht an der Aktion beteiligen wollen, allerdings fraglich. Im schlimmsten Fall könnten die Rohölpreise dadurch sogar ansteigen.

Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zum US-Dollar auf dem niedrigsten Niveau der letzten 20 Jahre. Die schnell und stark steigenden Zinsen in den USA, sowie die drohende Zuspitzung des Krieges in der Ukraine, lasten auf unserer Gemeinschaftswährung. Heute stehen einige wichtige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an, die auf die weitere künftige Wirtschaftsentwicklung in der EU schließen lassen könnten.

Die Heizölpreise hierzulande haben zuletzt einen Seitwärtstrend eingeschlagen, der aller Voraussicht nach auch heute fortgeführt wird. Zumindest deuten erste Preistendenzen aus morgendlicher Sicht auf keine größeren Veränderugen hin. Die extrem hohe Nachfrage der letzten Tage lässt derzeit leider wenig Spielraum für größere Preisrückgänge, da die Kapazitäten im Handel auf Wochen hin ausgelastet sind. Die zum ersten Oktober zu erhebende CO2-Abgabe dürfte mittlerweile aber vollständig in den Notierungen enthalten sein.

 



22.09.2022

Ölpreise mit Berg- und Talfahrt - Heizölpreise wenig verändert 

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach der Ankündigung einer Mobilisierung weiterer Streitkräfte durch...

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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach der Ankündigung einer Mobilisierung weiterer Streitkräfte durch den russischen Präsidenten Putin zunächst deutlich zugelegt, im weitern Verlauf die Gewinne aber schnell wieder abgegeben. Trotz dieses Rückfalls werden die Heizöl-Notierungen hierzulande heute nur wenig verändert in den Handel starten. 

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 90,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 83,50 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar immer weiter zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 98,30 Dollar-Cent gehandelt. 

Gestern gab es einen recht ereignisreichen Tagen an den Finanzmärkten, der die Rohöl- und Produktpreise entsprechend stark schwanken ließ. 
Zunächst sorgte die Meldung, dass der russische Präsident Wladimir Putin eine Teilmobilmachung per Dekret angeordnet hat und somit rund 300.000 Reservisten zum Kriegsdienst hinzugerufen werden sollen, zu starken Käufen und steigenden Notierungen. Durchaus nachvollziehbar, steigt damit doch das Risiko, dass der Konflikt weiter eskalieren könnte. 

Nach einem schnellen Anstieg um rund drei Dollar pro Barrel beruhigte sich das Marktgeschehen aber schnell wieder und die Futures fielen bis zur Veröffentlichung der US-Ölbestandsdaten durch das Department of Energy (DOE) wieder deutlich zurück. 

Die Zahlen selbst fielen dann eher bearish, also preisdrückend aus. Über alle Produktbereiche gab es Zuwächse, wenngleich diese nicht besonders stark ausgeprägt waren. Jedoch ist auch die Gesamtnachfrage zum dritten Mal in Folge auf nun nur noch 18,9 Millionen Barrel pro Tag zurückgegangen, während die Ölförderung unverändert bei 12,1 Millionen Fass pro Tag konstant geblieben ist.

Trotzdem zogen der Ölkomplex nach Bekanntgabe der Zahlen wieder etwas an und die Brent-Futures gingen knapp oberhalb der 90-Dollar-Marke aus dem Handel. 
Die am Abend mit Spannung erwartete Zinsentscheidung der US-Notenbank brachte keine Überraschung und wirkte sich nicht mehr auf die Preisfindung am Ölmarkt aus. 

Am Devisenmarkt führte die erneute Anhebung der US-Zinsen um 0,75 Prozent dazu, dass der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter zurückgefallen ist und dabei ein neues Langzeittief markiert hat. Die Aussicht, dass die US-Notenbank auch künftig die Inflation resolut bekämpfen und dabei auch eine Rezession in Kauf nehmen wird, sowie die Angst vor einer weiteren Eskalation des Ukraine-Krieges, stützten die US-Währung, die ja bekanntlich in Krisenzeiten besonders gesucht ist. 

Insgesamt also eher gemischt Vorgaben für den österreichischen Inlandsmarkt. Rein rechnerisch müssten die Heizölpreise hier eigentlich nachgeben, jedoch lassen erste Preistendenzen eher stagnierende Notierungen erwarten. Der Grund hierfür ist die seit Tagen extrem starke Nachfrage, die gebietsweise extrem lange Lieferzeiten verursacht hat. Die Kapazitäten des Handels sind weitgehend erschöpft, sodass die Preise nicht in dem Maß zurückgenommen werden, wie dies in Normalzeiten der Fall wäre. Mit signifikanten Abschlägen ist erst wieder zu rechnen, wenn das Bestellaufkommen merklich zurückgeht. Die CO2-Abgabe ist mittlerweile vollständig in den Kursen enthalten.



21.09.2022

Ölpreise leichter - Heizölpreise erneut teuerer! 

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern zunächst verteuert, sind zum Start in den US-Handel aber mit...

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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern zunächst verteuert, sind zum Start in den US-Handel aber mit weiter fallenden Aktienmärkten wieder unter Druck geraten. Aufgrund gestiegener Gasölpreise und eines festen Dollar, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande aber aller Voraussicht nach leider mit weiteren Aufschlägen starten. 

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 91,15 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 84,40 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar deutlich zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 99,46 Dollar-Cent gehandelt. 

Die auch gestern wieder recht trübe Stimmung an den Aktienmärkten hat auch die Rohölpreise mit nach unten gezogen und die Kontrakte der Ölsorte "Brent" wieder bis an die 90-Dollar-Marke gedrückt. Da sich diese Widerstandsmarke aber als stabil erwiesen hat, konnten sich die Futures im späten Handel wieder etwas erholen. 
Verantwortlich für die Kursverluste an den Börsen waren natürlich wieder einmal die Sorgen vor einer globalen Rezession, die nicht zuletzt durch stark steigende Zinsen hervor gerufen werden. Heute Abend wird die US-Notenbank ihre Entscheidung verkünden, ob die Zinsen um weitere 0,75 oder sogar um ein Prozent angehoben werden. Auch die Europäische Zentralbank dürfte bald mit einem weiteren deutlichen Schritt nach oben folgen. 
Auf der anderen Seite ist der Ölmarkt nach wie vor nicht gerade üppig versorgt. Die OPEC+ hinkt derzeit um rund 3,5 Millionen Barrel pro Tag hinter den eigenen Förderzielen hinterher und könnte die offiziellen Quote Anfang Oktober weiter senken. Zudem sind die Ölexporte Russlands über den Seeweg im der ersten Septemberwoche, vor allem in Richtung Europa, deutlich zurückgegangen. 

Die gestern nach Börsenschluss veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) wirkten sich bislang kaum auf die Preisfindung am Ölmarkt aus. Dies, obwohl die Zahlen unterm Strich eher preisdrückend ausgefallen sind. Vor allem die Benzin- und Destillatvorräte unerwartet deutlich angestiegen.

Wie üblich warten die Marktteilnehmer aber auf die wesentlich umfang- und auch einflussreicheren Zahlen des Department of Energy (DOE), die heute am Nachmittag über die Ticker laufen sollten.



Am Devisenmarkt haben Spekulationen über eine mögliche Zinserhöhung von einem Prozent durch die US-Notenbank dem US-Dollar Auftrieb verliehen, sodass der Euro wieder deutlich unter die Parität gefallen ist. Die Mehrheit der Marktteilnehmer rechnet aber weiterhin mit einer Anhebung des Leitzinses um 75 Basispunkte. Heute Abend um 20 Uhr wissen wir mehr. 

Die leider wieder gestiegenen Gasölpreise und der schwache Euro sind verantwortlich dafür, dass die Heizölpreise hierzulande auch heute wieder mit Aufschlägen in den Handel starten werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von bis zu einem Cent pro Liter erwarten. Auch die in den letzten Tagen extrem hohe Nachfrage begünstigt diese Entwicklung. Die Lieferzeiten bleiben auf einem sehr hohen Niveau, so dass vorausschauend agiert und rechtzeitig bestellt werden sollte.

 



20.09.2022

Ölpreise nach zwischenzeitlichem Einbruch erholt - Heizölpreise ziehen an! 

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern zunächst kräftige Verluste hinnehmen müssen, konnten sich am Abend...

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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern zunächst kräftige Verluste hinnehmen müssen, konnten sich am Abend dann aber wieder erholen und sind kaum verändert aus dem Handel gegangen. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit Aufschlägen in den heutigen Tag starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 92,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 85,70 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0020 Dollar gehandelt.

Zum Start in die neue Handelswoche legten die Rohölpreise gestern zunächst den Rückwärtsgang ein. Binnen weniger Stunden verloren die Brent-Futures rund drei Dollar pro Barrel und fielen dabei deutlich unter die 90-Dollar-Marke. Am Nachmittag machten sie dann aber kehrt und stiegen noch schneller wieder an.
Wendepunkt könnten die neuen Zahlen zur Produktion der OPEC+ Staaten gewesen sein. Im August verfehlte das Bündnis die angestrebte Fördermenge um gut 3,5 Millionen Barrel pro Tag, was gegenüber Juli nochmals ein Delta von gut 600.000 Barrel pro Tag ist. Dies zeigt, dass die Allianz wohl offensichtlich an ihre Fördergrenze angelangt ist und eine weitere Erhöhung zumindest derzeit nicht realistisch wäre. Eine solche wird aber wohl in nächster Zeit auch nicht benötigt, denn die globale Konjunktur steuert auf eine Rezession zu, sodass beim nächsten Treffen Anfang Oktober wohl eher über eine weitere Förderkürzung diskutiert werden wird. Der Einfluss dieser Entscheidung auf die Preisfindung wird aber wohl erst dann wieder stärker werden, wenn die tatsächlich Produktionsmengen mit den offiziellen Quoten übereinstimmen.
Preistreibende Faktoren waren gestern wieder die Förderausfälle in Kasachstan, die wohl noch bis Oktober andauern werden, das Ende der Corona-Beschränkungen in den chinesischen Metropolen Chengdu und Dalian, sowie die offensichtlich erneut gescheiterten Verhandlungen über ein Atomabkommen mit dem Iran.

Am Devisenmarkt tat sich gestern im Vorfeld der morgigen Sitzung der US-Notenbank nicht viel. Der Euro konnte sich nach anfänglichen Verlusten wieder fangen und sich schlussendlich knapp über der Ein-Dollar-Marke festigen. Heute Morgen wurde der deutsche Erzeugerpreisindex per August mit einem enormen und unerwarteten Plus von 45,8 Prozent veröffentlicht. Die Prognosen lagen "nur" bei 37,1 Prozent. Dies könnte etwas Schwung in den Handel bringen.

Die Heizölpreise in Österreich befinden sich in letzter Zeit im Aufwärtstrend, was im Wesentlichen an der Einpreisung der CO2-Abgabe gelegen hat. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen für heute weitere Aufschläge in einer Größenordnung von einem bis zwei Cent pro Liter erwarten. Die für September ungewöhnlich kalte Witterung, der zuletzt kräftig gefallenen Notierungen und der Preisanstieg zum Wochenstart haben die Nachfrage förmlich explodieren lassen. Die Lieferzeiten steigen in Folge weiter an!

 



19.09.2022

Ölpreise bleiben auf gedrücktem Niveau - Heizölpreise starten wenig verändert! 

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich am Freitag weiter stabilisieren können und sind mit leichten Gewinnen aus...

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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich am Freitag weiter stabilisieren können und sind mit leichten Gewinnen aus dem Handel gegangen. Heute Morgen geben die Futures nach anfänglichen Aufschlägen aber wieder nach, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande kaum verändert bis etwas leichter in die neue Handelswoche starten werden.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei knapp 91 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 84,90 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar weiter erholen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0015 Dollar gehandelt.

Die an den Finanzmärkten seit Wochen umgehende Angst vor einer globalen Rezession bleibt auch das bestimmende Thema am Ölmarkt. Am Freitag haben der Internationale Währungsfond (IWF) und die Weltbank diese Sorgen noch verstärkt. Während die Weltbank eine Stagflation prognostiziert, geht der IWF in vielen Ländern von einer Rezession  aus.
Dies kam vor allem an den Aktienmärkten gar nicht gut an, die noch dazu mit stetig steigenden Zinsen konkurrieren. In dieser Woche trifft sich am Mittwoch die US-Notenbank um sicherlich einen weiteren Zinsschritt zu beschließen. Wie hoch dieser ausfallen wird, ist noch nicht ganz klar, die Mehrheit der Analysten erwartet aber erneut eine kräftige Anhebung um 0,75 Prozent.
Auch in Europa wird es mit dem Zinsniveau weiter nach oben gehen müssen, denn die Inflation bleibt weiterhin hoch. Der EU-Verbraucherpreisindex per August wurde am Freitag mit einem Plus von 9,1 Prozent veröffentlicht, im Vormonat betrug die Teuerungsrate noch 8,9 Prozent.
Thema am Ölmarkt bleibt zum Wochenstart auch die Treuhandverwaltung des Rohöl-Importeurs Rosneft Deutschland, womit die deutsche Bundesnetzagentur die Kontrolle der Rosneft-Anteile an den Raffinerien Schwedt, Karlsruhe und Vohburg übernimmt. Rosneft hat dieses Vorgehen als illegal bezeichnet und angekündigt, rechtlich dagegen vorgehen zu wollen.
Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist in der vergangenen Woche wieder deutlich um 8 auf nun 599 Einheiten angestiegen.

Am Devisenmarkt pendelt der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter um die Parität. Die Marktteilnehmer warten in dieser Woche mit Spannung auf die nächste Sitzung der Federal Reserve am Mittwochabend. Am Freitag lastete ein schlechter als erwartet ausgefallener Verbrauchervertrauen-Index der Universität Michigan. Dieser konnte per September nur 59,5 statt der prognostizierten 60 Punkte erreichen.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben stabil in die neue Woche starten, könnten im Laufe des Tages mit etwas Glück aber auch wieder ins Minus drehen. Aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht zwar leichte Aufschläge erwarten, erste Preistendenzen deuten hingegen auf weiter eher schwache Notierungen hin. Der extreme Kälteeinbruch hat zu einem sprunghaften Anstieg der Nachfrage übers Wochenende gesorgt, der die ohnehin angespannte Liefersituation weiter verschärfen wird. Wer "knapp bei Tank" ist, sollte unbedingt die Lieferzeiten beachten und rechtzeitig bestellen!

 



16.09.2022

Rückgang der internationalen Ölpreise drückt endlich auch die Heizölpreise! 

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten befinden sich seit geraumer Zeit auf dem Rückzug und auch gestern gab es zeitweise...

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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten befinden sich seit geraumer Zeit auf dem Rückzug und auch gestern gab es zeitweise wieder massive Verluste, vor allem bei Gasöl. Diese Entwicklung kommt nun endlich auch langsam bei den Heizöl-Notierungen hierzulande an.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 91,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 85,40 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen knapp unterhalb einem Dollar gehandelt.

Zinssorgen und gestiegene US-Ölbestände waren am Ölmarkt in dieser Woche die Hauptthemen, die dafür sorgten, dass die Rohölpreise deutlich nachgegeben haben und die Gasöl-Notierungen auf das niedrigste Niveau seit dem Frühjahr gedrückt wurden.
Dies, obwohl die Ölbestände weltweit weiterhin auf einem recht niedrigen Niveau liegen und die OPEC+ Gruppe die Fördermengen schon im November weiter senken könnte. 
Aber an den Börsen wird bekanntlich die Zukunft gehandelt und diese lässt, vor allem was die Konjunkturentwicklung anbetrifft, keine rosigen Zeiten erwarten. 
Auch wenn es auch immer wieder mal durchaus auch gute Konjunkturdaten zu vermelden gibt. So ist die Industrieproduktion in China per August um 4,2 Prozent gestiegen und die Einzelhandelsumsätze legten um 5,4 Prozent zu. Beide Werte lagen deutlich über den Erwartungen. Auch die gestern veröffentlichten wöchentlichen Arbeitsmarktzahlen aus den USA fielen sehr gut aus, wobei dies in der aktuellen Wirtschaftskonstellation nicht uneingeschränkt positiv zu werten ist, könnte dies die Inflation doch zusätzlich weiter anheizen. Der Philadelphia Fed Herstellungsindex ist per September aber auf einen Wert von minus 9,9 Punkte eingebrochen. Hier hatten die Analysten mit einem positiven Wert von 2,8 gerechnet.
Ein weiterer bearisher, also preisdrückende Faktor war sicherlich die Meldung, dass die Rohölimporte Indiens im August im Vergleich zum Vormonat um 4,1 Prozent gefallen sind.

Am Devisenmarkt gab es gestern keine größeren Kursbewegungen. Der Euro konnte im Vergleich zum US-Dollar leicht zulegen und zeitweise wieder die Parität, also den Gleichstand mit der US-Währung erreichen. Die Händler verarbeiten derzeit eine Reihe neuer Konjunkturdaten, bevor in der nächsten Woche wieder die nächste Sitzung der US-Notenbank in den Fokus rückt. Hier wird mit einer weiteren Zinsanhebung um 0,75 Prozent gerechnet.

Die Heizölpreise hierzulande haben in dieser Woche in dieser Woche entgegen dem Trend an den internationalen Ölmärkten nicht zulegen können und sind sogar weiter angestiegen. Grund ist die CO2-Abgabe von 10 Cent, die zwar erst ab dem ersten Oktober erhoben wird, aber mittlerweile vollständig in den Preisen enthalten sein sollte, da kurzfristige Lieferungen im September kaum mehr möglich sind. Seit gestern sind die Notierungen aber leicht im Fallen.