Branchen-News

22.06.2021

Ölpreise der Sorte Brent erreichen 75-Dollar-Marke - Heizölpreise steigen weiter! 

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im späten Handel zu einem neuen Höhenflug angesetzt und die Ölfutures...

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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im späten Handel zu einem neuen Höhenflug angesetzt und die Ölfutures der Ölsorte "Brent" heute Morgen sogar die 75-Dollar-Marke überschritten. In Folge werden leider auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit weiteren Aufschlägen in den heutigen Tag starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 75,05 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 73,60 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar wieder etwas an Boden gut machen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,19 US-Dollar gehandelt.

Es bleibt dabei, der Ölmarkt befindet sich nach wie vor im Aufwärtstrend und ein Ende ist leider bislang weiterhin nicht in Sicht. 

Nach einem eher schwachen Start in den europäisch geprägten Handel konnten die Rohölpreise am Nachmittag im Zuge kräftig anziehender US-Aktienmärkte wieder deutliche Gewinne einfahren und auf den höchsten Stand seit Oktober 2018 klettern.

Dabei gab es gestern kaum neue Markt bewegende Meldungen. Lediglich aus den USA wurde der Chicago Fed National Activity Index per Mai mit plus 0,29 Punkten veröffentlicht. Im Vormonat lag der Wert noch bei minus 0,09. 
Ansonsten bleibt es dabei, dass die globale Konjunktur- und Reisetätigkeit weiter stark zunimmt und damit einhergehend natürlich auch der weltweite Ölverbrauch. Gleichzeitig bleibt das Angebot begrenzt, denn die von privaten Investitionen abhängige US-Ölproduktion kann sich nur langsam von der Krise erholen und die OPEC+ Länder agieren nur sehr vorsichtig und erhöhen die Fördermengen zwar stetig, aber langsam. 
Ob es dabei bleibt, wird sich schon in der nächsten Woche zeigen, wenn es zum nächsten turnusmäßigen Treffen in Wien kommen wird.
Bis dahin werden die US-Ölbestände in den Mittelpunkt des Interesses der Händler rücken. Vor allem die Rohölvorräte sind in den letzten Wochen permanent zurückgegangen. Heute Abend meldet das American Petroleum Institute (API) und morgen am Nachmittag das Department of Energy (DOE).

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar nach einigen verlustreichen Tagen erstmals wieder zulegen und dabei von der positiven, fast schon euphorischen Stimmung an den Aktienmärkten profitieren. Zuletzt hatte der Greenback ja deutlich angezogen, nachdem es mittlerweile erste Hinweise auf eine baldige Zinswende in den USA gibt.

Trotz der Währungsgewinne ziehen die Heizölpreise in Österreich heute leider weiter an und haben mittlerweile den höchsten Stand seit Januar 2020 erreicht. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen weitere Aufschläge in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter erwarten. Dies bei einer weiterhin extrem niedrigen Nachfrage. Der Heizölmarkt steckt mitten im Sommerloch und die meisten Verbraucher warten wohl auf bessere Preise im Spätsommer bzw. Herbst. Ob diese allerdings kommen werden, ist eher unwahrscheinlich. Dafür wird es mit Sicherheit eine große Bestellwelle und deutlich längere Lieferzeiten geben.

 



21.06.2021

Ölpreise schon wieder im Aufwärtstrend - Heizölpreise ziehen an! 

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag leider schon wieder Gewinne verbuchen können, nachdem es zuvor...

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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag leider schon wieder Gewinne verbuchen können, nachdem es zuvor erste zaghafte Gewinnmitnahmen gegeben hatte. In Folge startenauch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit leichten bis moderaten Aufschlägen in die neue Handelswoche.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 73,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 71,65 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar immer wieder zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1850 US-Dollar gehandelt.

Es ist keine Überraschung, dass die Rohölpreise nach dem kurzen Rücksetzer vom Donnerstag schon wieder an Fahrt aufgenommen haben und nach oben streben.
Vor allem auch deshalb, weil sich nach wie vor keine Einigung in den Wiener Verhandlungen mit dem Iran über eine Rückkehr zum Atomabkommen von 2015 abzeichnet. Es gibt anscheinend noch eine Vielzahl an strittigen Punkten, die nun von der neuen Regierung in Teheran verhandelt werden müssen. Der als konservativer Hardliner geltende Ibrahim Raisi hatte die Präsidentschaftswahl am Freitag mit klarer Mehrheit gewonnen und es wird sich nun bald zeigen, ob die Gespräche bald fortgeführt und eine Einigung weiter in Sichtweite liegt. Viele Analysten rechnen aber ohnehin nicht damit, dass noch in diesem Jahr bedeutende Mehrmengen aus dem Iran auf den Markt kommen werden.
Und so bleibt die Versorgungslage weiterhin angespannt, denn die globale Nachfrage steigt stetig an und die OPEC+ Gruppe dreht den Förderhahn nur sehr zögerlich auf. Anfang Juli will sich die Organisation wieder turnusmäßig beraten und es ist zu hoffen, dass die Produktionsmengen schon in Bälde deutlich angehoben werden, zumal die US-Schieferölindustrie nur sehr zögerlich wieder in Fahrt kommt. 
Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist zwar in der vergangenen Woche um weitere 8 auf nun 373 Einheiten angestiegen, liegt aber immer noch deutlich unter dem Wert vor zwei Jahren, wo knapp 800 Anlagen in Betrieb waren.

Am Devisenmarkt setzt sich der Höhenflug des US-Dollar weiter fort. Der Euro ist sogar erstmals seit April wieder unter die 1,18-Dollar-Marke gefallen, nachdem es erste konkrete Hinweise darauf gibt, dass die Geldpolitik in den USA schon bald gestrafft werden soll. Die Zinswende wird dann im nächsten Jahr erwartet.

Schlechte Vorgaben also für die Heizölpreise zum Wochenstart. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht Aufschläge in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter erwarten. Nach wie vor sind alle Aufrufe, Preisrücksetzer zum Kauf zu nutzen vergebens. Die Nachfrage dümpelt auf einem extrem niedrigen Niveau vor sich hin und es ist zu befürchten, dass spätestens Ende August/Anfang September eine starke Bestellwelle einsetzen wird, die nicht nur die Notierungen weiter nach oben treiben könnte, sondern auch die Lieferzeiten deutlich verlängern dürfte.

 



18.06.2021

Ölpreise nach Gewinnmitnahmen leichter - Heizölpreise geben leicht nach! 

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern Verluste hinnehmen müssen, die nach dem kräftigen Anstieg der letzten...

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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern Verluste hinnehmen müssen, die nach dem kräftigen Anstieg der letzten Tage auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen sind. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande erfreulicherweise ebenfalls mit Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 72,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 70,65 Dollar. Der Euro bleibt im Vergleich zum US-Dollar weiter unter Druck und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1910 US-Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt ist Durchatmen angesagt, nachdem die Rohölpreise in den letzten knapp vier Wochen um deutlich über zehn Prozent zugelegt haben. 

Auslöser für die Gewinnmitnahmen war der deutlich gestiegene Kurs des US-Dollars, was wiederum auf eine womöglich frühere Wende in der Geldpolitik der US-Notenbank zurückzuführen ist. Zum einen verteuert sich dadurch das in Dollar gehandelte Öl, zum anderen sorgen sich die Marktteilnehmer vor einem Ausbremsen der Wirtschaftsentwicklung in den Staaten.

Auch die Aussage des iranischen Chef-Unterhändlers Abbas Aragchi, der eine Einigung bei den Wiener Verhandlungen über die Rückkehr zum Atomabkommen von 2015 in greifbarer Nähe sieht, könnte den ein oder anderen Händler veranlasst haben, auf die Verkäuferseite zu wechseln.

Generell sind sich aber die meisten Marktexperten einig, dass der Aufwärtstrend weiter intakt ist und es in den nächsten Wochen und Monaten tendenziell weiter nach oben gehen wird. 

Ein entscheidender Punkt dabei wird aber natürlich die weitere Vorgehensweise der OPEC+ Gruppe sein. Diese trifft sich Anfang Juli wieder turnusmäßig in Wien, um über die weitere Förderpolitik zu beraten. Dabei wird sicherlich auch das Thema Iran eine große Rolle spielen.

Die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA fielen wenig überzeugend aus. So stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung im Vergleich zur Vorwoche von 375.000 auf 412.000 an, die weitergeführten Jobgesuche bleiben hingegen stabil. Auch der Philadelphia Fed Herstellungsindex konnte mit 30,7 Punkten die Erwartung der Analysten und den Vormonatswert nicht ganz erreichen.

Am Devisenmarkt hat der Euro im Vergleich zum US-Dollar auch gestern wieder deutlich an Wert verloren. Das "laute Nachdenken" der US-Notenbank über eine mögliche Straffung der US-Geldpolitik im nächsten Jahr hat den "Greenback" auch zu anderen wichtigen Währungen, wie dem Britische Pfund, nach oben katapultiert. Es wird nun mit Spannung zu beobachten sein, ob und wann auch die Europäische Zentralbank auf die starke Wirtschaftserholung und die hohen Inflationszahlen reagieren wird.

Die Heizölpreise hierzulande werden trotz der Währungsverluste heute mit schönen Abschlägen in den Handel starten, nachdem es ja bereits gestern leichte Verluste gegeben hat. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von bis zu knapp einen Cent pro Liter erwarten. Somit könnte es aktuell gerade für sicherheitsorientierte Verbraucher ein gute Kaufgelegenheit geben, die Tanks für den nächsten Winter zu füllen bzw. den Vorrat aufzustocken. Denn eine Trendwende ist aufgrund der starken globalen Ölnachfrage nach wie vor leider nicht in Sicht.

 



17.06.2021

Zinswende in den USA? Steigender Dollar verteuert Heizölpreise! 

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern, trotz eigentlich preistreibend ausgefallener Ölbestandsdaten, etwas...

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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern, trotz eigentlich preistreibend ausgefallener Ölbestandsdaten, etwas zurückgefallen, können heute Morgen aber schon wieder Boden gutmachen. Da der US-Dollar deutliche Gewinne verbuchen konnte, werden die Heizöl-Notierungen aber auch heute mit Aufschlägen in den Tag starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 74,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 72 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar deutlich zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1980 US-Dollar gehandelt.

Nachdem die Rohölvorräte in den USA laut den neuesten Zahlen des American Petroleum Institute (API) weiter deutlich zurückgegangen sind, zogen die Rohölpreise gestern im frühen Handel zunächst an. Dann gab es aber bereits erste Gewinnmitnahmen, zumal aus China eher schwache Konjunkturdaten kamen. Hier lagen sowohl die Industrieproduktion, als auch die Einzelhandelsumsätze per Mail unter den Erwartungen der Analysten.
Am Nachmittag gab es dann ebenfalls wenig überzeugende Zahlen vom US-Immobilienmarkt, bevor um 16.30 Uhr die mit Spannung erwarteten Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) veröffentlicht wurden.
Auch hier wurde von einem deutlichen Rückgang bei den Rohölvorräten von 7,4 Millionen Barrel berichtet und auch noch von zusätzliche Abbauten bei den Destillaten. Lediglich die Benzinbestände legten um zwei Millionen Barrel zu. Aber vor allem der starke Anstieg der Gesamtnachfrage von 17,7 auf 20,6 Millionen Barrel pro Tag überraschte die Analysten. Somit fielen die Zahlen eindeutig bullish, also preistreibend aus, auch wenn die Ölproduktion um gut 0,2 Millionen Barrel pro Tag zunahm.
Erstaunlicherweise traten die Öl-Futures im späten Handel aber den Rückzug an, was zum einen mit Gewinnmitnahmen, zum anderen mit Verlusten an den US-Aktienmärkten zu begründen war.
Heute Morgen ziehen die Ölpreise auch schon wieder an und es ist zu erwarten, dass sich der Aufwärtstrend in den nächsten Tagen fortsetzen wird.

Am Devisenmarkt gab es gestern die Ergebnisse der letzten US-Notenbanksitzung. Auch wenn die Fed die Zinsen wie erwartet unverändert beließ, gab es erste, nicht unbedingt erwartete Hinweise, dass es bereits im nächsten Jahr zu einer Zinswende in den Staaten kommen könnte. Zuvor hatten die meisten Marktbeobachter damit gerechnet, dass dies erst in 2024 geschehen wird. Entsprechend zog der US-Dollar im Vergleich zum Euro kräftig an.

Aufgrund dieser Währungsverluste werden die Heizölpreise hierzulande auch heute wieder mit leichten bis moderaten Aufschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von bis zu knapp einen halben Cent pro Liter erwarten. Leider ist auch weiterhin keine Trendwende in Sicht, sodass der Bevorratungskauf nicht auf die lange Bank geschoben werden sollte. In der zweiten Jahreshälfte könnte eine starke Inlandsnachfrage die Notierungen zusätzlich nach oben treiben.

 



16.06.2021

Öl immer teuerer - Heizölpreise auf neuem Jahreshoch? 

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern wieder deutlich erhöht und starten auch heute Morgen mit fester...

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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern wieder deutlich erhöht und starten auch heute Morgen mit fester Tendenz in den asiatisch geprägten Handel.  In logischer Konsequenz geht es natürlich mit den Heizöl-Notierungen hierzulande ebenfalls weiter nach oben .

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 74,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 72,50 Dollar. Der Euro tritt im Vergleich zum US-Dollar auf der Stelle und wird heute Morgen weiterhin zu Kursen um 1,2130 US-Dollar gehandelt.

Wie viele andere Rohstoffe wird auch Öl in diesen Tagen und Wochen immer teuerer und ein Ende der Aufwärtsspirale ist bislang nicht absehbar. Ein stark steigender Bedarf steht einem weiterhin nur begrenzten Angebot gegenüber, sodass die globalen Ölbestände immer weiter zurückgehen.
Viele Analysten rechnen schon bald mit Rohölpreisen von 80 Dollar und mehr und auch die 100-Dollar-Marke scheint kein Tabu mehr zu sein und wird durchaus für erreichbar gehalten.
Abhängig wird dies in erster Linie natürlich von der OPEC+ Gruppe sein, die immer noch enorme Reservekapazitäten hat, auf diese aber bislang nur im begrenzten Maß zurückgreift. Anfang Juli findet das nächste Treffen statt und der Druck dabei die Fördermengen weiter zu erhöhen, wird immer größer. 
Natürlich will das Kartell mit Bedacht handeln, denn es steht ja weiterhin die Aufhebung der Sanktionen gegenüber dem Iran im Raum, was dem Markt eine zusätzliche Menge von bis zu 1,5 Millionen Barrel pro Tag bescheren würde. Dies könnte als "Ausrede" herhalten, um weiterhin auf der Bremse zu stehen, denn die aktuellen Ölpreise dürften in Riad und Moskau sicherlich mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen werden.
Weiter nach unten geht es auch mit den Ölbeständen in den USA. Wie das American Petroleum Institute (API) gestern nach Börsenschluss vermeldet hat, sind die Vorräte an Rohöl im Vergleich zur Vorwoche um sage und schreibe 8,5 Millionen Barrel zurückgegangen. Die Analysten hatten im Vorfeld lediglich ein Minus von 2,9 Millionen Fass erwartet. Dafür stiegen aber die Vorräte an Diesel bzw. Heizöl und Benzin. Man darf gespannt sein, welche Zahlen heute das Department of Energy (DOE), auch zur Nachfrageentwicklung und zur Ölproduktion liefert.

Am Devisenmarkt steigt die Spannung vor Bekanntgabe der Ergebnisse der Sitzung der US-Notenbank. Zwar wird allgemein nicht mit einer Lockerung der Geldpolitik gerechnet, aufgrund der zuletzt aber deutlich gestiegenen Inflationszahlen wächst der Druck auf die Währungshüter. Gestern gab es keine größeren Veränderungen im Wechselkurs zwischen dem Euro und der Ölwährung US-Dollar.

Somit schlagen die gestiegenen Rohölpreise heute wieder voll auf die Heizöl-Notierungen durch, so dass wieder einmal ein neues Jahreshoch markiert wird. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter erwarten. An der Inlandsnachfrage liegt dies definitiv nicht, denn diese befindet sich im absoluten Sommerloch. Die Verbraucher zeigen sich angesichts der Preisentwicklung der letzten Wochen und Monate enttäuscht und sind in einen Käuferstreik getreten, der aber wohl leider nicht zielführend sein wird.

 



15.06.2021

Ölpreise weiter von Nachfrage getrieben - Heizölpreise erreichen neues Hoch! 

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten bleiben im Aufwärtstrend, auch wenn es gestern im späten Handel zu Gewinnmitnahmen...

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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten bleiben im Aufwärtstrend, auch wenn es gestern im späten Handel zu Gewinnmitnahmen gekommen ist. So werden die Heizöl-Notierungen, die gestern einen neuen Höchststand seit Anfang des letzten Jahres erreicht haben, heute nur wenig verändert in den Tag starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" weiterhin bei gut 73 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 71,05 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar wieder etwas an Boden gutmachen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,2130 US-Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt wird derzeit die Karte der starken Nachfrage gespielt, nachdem in immer mehr Ländern und Regionen die Corona-Beschränkungen aufgehoben werden können und nicht nur die Wirtschaft wieder an Fahrt auf-, sondern auch die Reisetätigkeit massiv zunimmt. Dies wird sich wohl solange nicht ändern, bis es auf der Angebotsseite eine entsprechende Reaktion der OPEC+ Gruppe gibt. 
Mit einer solchen wird wohl frühestens Anfang Juli zu rechnen sein, wenn das nächste turnusmäßige Treffen in Wien auf der Agenda steht. Bislang sah man innerhalb der organisierten Ölförderländer noch keine Veranlassung, das Tempo bei der Ölförderung zu erhöhen. 
Grund war und ist wohl auch, weil immer noch offen ist, ob und wann der Iran wieder vollständig an den Markt zurückkehren kann bzw. wird. Dies hängt maßgeblich von den Gesprächen zur Wiederaufnahme des Atom-Abkommens von 2015 ab, die derzeit etwas ins Stocken geraten sind. Marktbeobachter rechnen nicht damit, dass es hier vor den iranischen Präsidentschaftswahlen am 18. Juni noch zu einem Durchbruch kommen wird. Danach muss aber erstmal abgewartet werden, wie sich die neue Regierung in Teheran verhalten wird.
Mit ein Grund für das verknappte Angebot ist auch der deutliche Rückgang der US-Schieferölproduktion. Hier sind die privaten Betreiber der Bohranlagen stark abhängig von Investitionen, die zuletzt eher nur verhalten getätigt wurden. Nach einem starken Rückgang zu Beginn der Pandemie und einer relativ schnellen Erholung im zweiten Quartal 2020 stagnieren die Mengen hier seit rund einem Jahr bei 7,7 bis 7,9 Millionen Barrel pro Tag. Zuvor lagen die Mengen teilweise deutlich über 9 Millionen Fass.

Am Devisenmarkt gab es gestern wieder einen recht ruhigen Handel, bei dem der Euro im Vergleich zum US-Dollar wieder etwas zulegen konnte, nachdem es ja am Freitag stärkere Verluste gegeben hat. Unterstützt wurde unsere Gemeinschaftswährung dabei von starken Zahlen aus der europäischen Industrie. Hier stieg die Produktion per April auf Jahressicht um 39,3 Prozent. Der Fokus der Anleger richtet sich nun zunehmend auf die Sitzung der US-Notenbank, die heute Abend beginnt und von der man sich am Mittwoch dann neue Erkenntnisse erhofft.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben heute zur Eröffnung keine großen Sprünge machen. Wenn es Anpassungen gibt, dann sollten diese leicht nach unten erfolgen. Zumindest lassen aktuelle Berechnungen und erste Tendenzen ein Minus in einer Größenordnung von bis zu 0,2 Cent pro Liter erwarten. Weiterhin gilt, dass keine Trendwende in Sicht ist und daher mit der Bevorratung nicht mehr gewartet werden sollte. In der zweiten Jahreshälfte wird die Inlandsnachfrage deutlich anziehen, was nicht nur die Notierungen weiter nach oben treiben dürfte, sondern auch die Lieferzeiten!

 



14.06.2021

Öl- und Heizölpreise weiter im Aufwärtstrend! 

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch am Freitag wieder leichte Gewinne erzielen können und heute geht es...

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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch am Freitag wieder leichte Gewinne erzielen können und heute geht es bislang im asiatisch geprägten Handel weiter nach oben. In Folge bleiben leider auch die Heizöl-Notierungen hierzulande im Aufwärtstrend. 

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 73 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 71,25 Dollar. Der Euro verliert im Vergleich zum US-Dollar deutlich an Wert und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,21 US-Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt geht es mit der Nachfrage und damit leider auch mit den Preisen weiter nach oben. Das in Rohstoffangelegenheiten sehr renommierte Investmenthaus Goldman Sachs sieht schon für August einen globalen Ölbedarf von 99 Millionen Barrel pro Tag und hält bereits im Laufe des Sommers einen Ölpreis von 80 Dollar pro Barrel für die Sorte "Brent" für durchaus realistisch. 

Auch die Internationalen Energieagentur (IEA) sieht in ihrem Monatsbericht die Nachfrage weiter kräftig ansteigen und erwartet schon im nächsten Jahr eine Nachfrage von 100,6 Millionen Barrel pro Tag, was sogar mehr wäre als im Vorkrisenjahr 2019.

Somit richten sich die Blicke zunehmend auf die OPEC+ Gruppe, die ihre Fördermengen im Juni und Juli zwar weiter anheben will, dies aber eben nicht in dem Ausmaß, wie die Nachfrage anzieht. Die Folge sind fallende globale Ölbestände und eben steigende Rohölpreise. 

Unsicherheiten gibt es weiterhin im Blick auf die Atomverhandlungen mit dem Iran, die sich weiter in die Länge ziehen. Erst wenn die Sanktionen der USA gegen Teheran aufgehoben werden, könnten dem Ölmarkt mittelfristig zusätzlich rund 1,4 Millionen Barrel pro Tag zufließen.

Außerhalb der organisierten Ölförderländer geht die Produktion nur recht zaghaft nach oben und wird seitens der IEA im nächsten Jahr auf ein Plus von 1,6 Millionen Barrel pro Tag geschätzt.  

Eine wesentliche Rolle kommt hier der US-Schieferölindustrie zu, die immer noch unter einer mangelnden Investitionsbereitschaft leidet. Die Zahl der aktiven Bohranlagen ist in der vergangenen Woche zwar weiter um 6 auf 365 Einheiten angestiegen, liegt aber immer noch weiter unter dem Niveau von 2019.


Am Devisenmarkt hat der Euro im Vergleich zum US-Dollar am Freitag kräftige Verluste hinnehmen müssen. Die kräftige Erholung der US-Wirtschaft und die zuletzt deutlich gestiegene Inflation nähren Spekulationen darüber, dass die US-Notenbank schon bald einen Kurswechsel vollziehen und die Geldpolitik straffen könnte. Zur Wochenmitte erwarten die Börsianer hierzu eventuell Hinweise im Rahmen der nächsten Fed-Sitzung.

Schlechte Vorgaben für den österreichischen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise zum Wochenstart weiter nach oben streben. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht Aufschläge in einer Größenordnung von bis zu knapp einen halben Cent pro Liter erwarten. Da in nächster Zeit keine Trendwende in Sicht bzw. wahrscheinlich ist, sollten vor allem sicherheitsorientierte Ölheizer mit der Bestellung nicht mehr warten und sich noch in der ersten Jahreshälfte bevorraten. Spätestens ab Ende August ist mit dem Anrollen einer großen Bestellwelle zu rechnen, denn der letzte Winter hat zu einem Mehrverbrauch von rund zehn Prozent geführt und die Nachfrage in den ersten sechs Monaten war ungewöhnlich schwach.

 



11.06.2021

Ölpreise wieder auf Langzeithoch - Heizölpreise ziehen leicht an! 

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern wieder zugelegt und zwischenzeitlich den höchsten Stand seit mehr als...

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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern wieder zugelegt und zwischenzeitlich den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren erreicht. In Folge starten leider auch die Heizöl-Notierungen hierzulande ebenfalls mit Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 72,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 70,25 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar etwas zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,2190 US-Dollar gehandelt.

Die preisdrückend ausgefallenen US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) hatten am Mittwochabend nur einen kurzzeitigen Effekt auf die Rohölpreise. Diese zogen gestern bereits zum Start in den europäisch geprägte Handel wieder deutlich an.

Der Aufwärtstrend verstärkte sich dann am frühen Nachmittag, als der Monatsreport der OPEC über die Ticker rollte. Diesen werteten die Börsianer bullish, alsp preistreibend, da die Prognose zur globalen Ölnachfrage für dieses Jahr um 120.000 Barrel pro Tag nach oben korrigiert wurde. Generell sieht das Kartell eine Beschleunigung des Bedarfs im zweiten Halbjahr und steht damit sicher nicht alleine da.

Auch die in etwa gleichzeitig veröffentlichten Arbeitsmarktdaten aus den USA fielen in Summe positiv aus. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung ist im Vergleich zur Vorwoche von 405.000 auf 376.000 zurückgegangen, die Zahl der weitergeführten Anträge ging von 3,76 auf 3,50 Millionen zurück.

Für kurzzeitige Turbulenzen sorgte die Nachricht, dass die US-Regierung erste einzelne Sanktionen gegen den Iran aufgehoben hat. Die Futures gaben darauf hin kräftig nach, konnten sich wenig später aber wieder erholen, als klar wurde, dass diese Aktion nichts unmittelbar mit den Ölexporten zu tun hat. 

Es zeigte aber, dass der Markt doch sehr anfällig aus Nachrichten zu diesem Thema ist, was auch nicht verwunderlich ist, denn sollte die iranische Ölindustrie wieder auf Hochtouren laufen, würden den Markt schätzungsweise 1 bis 1,5 Millionen Barrel pro Tag zusätzlich zur Verfügung stehen.


Am Devisenmarkt gab es auch gestern keine größeren Kursbewegungen zwischen dem Euro und der Ölwährung US-Dollar. Die Europäische Zentralbank macht weiterhin keine Anstalten ihre Geldpolitik zu straffen und will den Markt weiter beobachten. Dies obwohl die Inflationsdaten zuletzt deutlich gestiegen sind. Auch in den USA geht es mit den Preisen deutlich nach oben. Der gestern veröffentlichte Verbraucherpreisindex legte per Mai auf Jahressicht um 5 Prozent zu. Erwartet wurde lediglich ein Anstieg um 4,7 nach 4,2 Prozent im Vormonat.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben mit leichten Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten. Zumindest lassen aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von bis zu 0,3 Cent pro Liter erwarten. Es bleibt bei der Einschätzung, dass die Notierungen auch in den nächsten Wochen und Monaten nur wenig Potenzial nach unten haben dürften. Daher ist vor allem sicherheitsorientierten Verbrauchern ein rechtzeitiger Bevorratungskauf auf dem aktuellen Durchschnittsniveau der letzten drei Jahre zu empfehlen.

 



10.06.2021

Ölpreise nach DOE-Daten weicher - Heizölpreise geben nach! 

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach Bekanntgabe der Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE)...

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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach Bekanntgabe der Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) nachgegeben. Auch heute Morgen sind in Asien bislang weitere leichte Verluste zu beobachten, sodass die Heizöl-Notierungen ebenfalls mit Abschlägen in den Handel starten werden.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 71,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 69,45 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar nur knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,2160 US-Dollar gehandelt.

Die Unsicherheiten, die es nach wie vor bei den Verhandlungen zum Atom-Abkommen mit dem Iran zu geben scheint, haben die Rohölpreise zum Wochenstart weiter anziehen lassen, obwohl es ansonsten eher preisdrückenden Meldungen gab.

So sieht die Energy Informationen Administration (EIA) in ihrem jüngsten Monatsbericht eine deutliche Verbesserung der Versorgungslage und auch die Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) brachten überraschend deutliche Aufbauten bei den Produkten.

Entsprechend war die Spannung gestern vor der Veröffentlichung der DOE-Zahlen groß. 

Die Rohölbestände gingen zwar auch hier im Vergleich zur Vorwoche unerwartet deutlich um 5,2 Millionen Barrel zurück, aber dafür gab es einen noch stärkeren Zuwachs bei den Produkten. Die Vorräte an Heizöl bzw. Diesel stiegen um 4,4 Millionen Fass, bei Benzin gab es sogar ein Plus von 7 Millionen Barrel.

Kein Wunder, denn die Gesamtnachfrage fiel völlig überraschend um 1,4 auf 17,7 Millionen Barrel zurück und lag damit nur geringfügig über der des letzten Jahres. Im Jahr 2019 wurde im gleichen Zeitraum gut 21 Millionen Barrel pro Tag verbraucht. Eine um 0,2 Million Barrel pro Tag gestiegene Ölproduktion vervollständigte dann die eindeutig bearishe, also preisdrückende Wirkung der Zahlen und der Ölkomplex gab entsprechend nach. 

Zudem zeigten sich auch die US-Aktienmärkte von der schwachen Seite, was den Druck auf die Ölpreise noch etwas erhöhte. Größeren Verkaufsdruck gab es aber nicht.

Heute warten die Marktteilnehmer auf den Monatsbericht der OPEC.


Am Devisenmarkt war gestern wieder ein recht ruhiger Handel zu beobachten, bei dem es zu keinen größeren Schwankungen im Wechselkurs zwischen dem Euro und der Ölwährung US-Dollar gekommen ist. Heute fokusieren sich die Händler sicherlich auf die Sitzung der Europäischen Zentralbank und auf neue Inflationsdaten aus den USA.

Die Heizölpreise hierzulande werden erfreulicherweise mit leichten bis moderaten Abschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Auch wenn der globale Ölmarkt gestern leicht zur Schwäche neigte, ist eine Trendwende weiterhin nicht in Sicht und kleine Kursrücksetzer sollten daher konsequent zur Bevorratung genutzt werden. Im zweiten Jahr ist mit einem deutlichen Anstieg der Inlandsnachfrage zu rechnen!

 



09.06.2021

Ölpreise nehmen wieder Fahrt auf - Heizölpreise mit kräftigen Aufschlägen! 

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im späten Handel kräftig zugelegt und auch heute Morgen geht es im...

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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im späten Handel kräftig zugelegt und auch heute Morgen geht es im asiatisch geprägten Handel bislang weiter nach oben. In Folge werden sich leider auch die Heizöl-Notierungen hierzulande deutlich verteuern.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 72,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 70,40 Dollar. Der Euro tritt im Vergleich zum US-Dollar auf der Stelle und wird auch heute Morgen zu Kursen um 1,2180 US-Dollar gehandelt.

Im Vorfeld neuer US-Ölbestandsdaten und des Monatsberichtes der Energy Information Administration (EIA) starteten die Rohölpreise gestern verhalten in den europäisch geprägten Handel. Die Futures gerieten zeitweise sogar weiter etwas unter Druck, was mit eher schlechten Konjunkturdaten zu erklären war. 
So ist die deutsche Industrieproduktion per April um ein Prozent zurückgegangen, während die Analysten im Vorfeld mit einem leichten Plus gerechnet haben. Auch der ZEW Konjunkturerwartungsindex der EU konnte mit 81,3 Punkten die Prognose von 84 Zählern bei weitem nicht erreichen. Positiv überraschte hingegen das EU-Bruttoinlandsprodukt für das erste Quartal, dass im Vergleich zum Vorjahr nur um 1,3 satt wie erwartet 1,8 Prozent zurückgegangen ist.
Am Nachmittag waren dann aber wieder die Bullen am Zug und diese handelten die Futures bis Handelsschluss deutlich nach oben. Auslöser waren Berichte, wonach laut US-Außenminister Blinken zahlreiche Sanktionen gegen den Iran auch bei einer Rückkehr zum Atomabkommen nicht zurückgenommen werden sollen. Dies schürte Unsicherheiten über die künftig zu erwarteten Ölmengen aus dem Iran. Außerdem hat die OPEC+ Gruppe per Mai weniger Öl auf dem Markt gebracht als geplant.
Die nach Börsenschluss vermeldeten API-Ölbestandsdaten fielen eigentlich eher bearish, also preisdrückend aus, was am Markt aber bislang kaum zur Kenntnis genommen wurde. Zwar gab es bei Rohöl einen erwarteten Rückgang von 2,1 Millionen Barrrel, dafür aber deutliche Aufbauten bei den Destillaten und bei Benzin.
Auch der EIA-Monatsreport fiel nicht so aus, als dass man unbedingt auf der Käuferseite hätte stehen müssen. Der globale Ölverbrauch wurde für dieses und nächstes Jahr leicht nach unten korrigiert, die weltweite Ölproduktion sieht man hingegen nicht unerheblich höher.
Trotzdem zieht der Ölkomplex weiter an und die WTI-Futures haben nun endgültig die 70-Dollar-Marke geknackt.

Am Devisenmarkt gab es auch gestern wieder keine größeren Kurssprünge im Verhältnis zwischen Euro und US-Dollar. Unsere Gemeinschaftswährung fiel nach den schlechten Zahlen zur deutschen Industrieproduktion zunächst etwas zurück, konnte sich im weiteren Verlauf aber wieder erholen.

Aufgrund der deutlich gestiegenen Öl-Futures werden die Heizölpreise hierzulande leider mit deutlichen Aufschlägen in den heutigen Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen ein Plus in einer Größenordnung von bis zu knapp einen Cent pro Liter erwarten. Wie an dieser Stelle in letzter Zeit bereits des Öfteren erwähnt, ist weiterhin keine Trendwende in Sicht und es ist zu befürchten, dass sich die Notierungen im Laufe des Jahres noch weiter verteuern werden. Daher sollte lieber früher als später bestellt werden!